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COVID-19 – Das Corona Virus in Kanada

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Auch Kanada ist betroffen und hat seine Grenzen geschlossen

Das Corona Virus breitet sich auch in Kanada aus. Verfolgt in diesem Artikel die aktuelle Situation in Kanada, Reaktionen im Ausland und andere News rund um das Thema Corona.

Wir aktualisieren das Geschehen laufend mit unseren Updates.


Corona Updates 14. Juni 2021

Kanada kündigt den Start der Öffnung seiner Grenzen an

Die kanadische Regierung gerät unter starken Druck durch den Nachbarn USA

Der kanadische Premierminister Justin Trudeau hat, vermutlich auch nach großem Druck aus den USA, ein Szenario zur Öffnung der Grenzen des Landes angekündigt. Zunächst soll diese Grenzöffnung für geimpfte Kanadier und Personen mit permanenten Wohnsitz in Kanada zur Rückkehr in das Land gelten.

Aber auch Reisen in die USA oder von den USA nach Kanada soll bald wieder möglich sein. Ebenso steht ein Reiseszenario aus Deutschland nicht mehr in der Kategorie “Unmöglich”, nachdem das Auswärtige Amt in Berlin mit Wirkung vom 13. Juni 2021 erklärt hat, dass Kanada kein Risikogebiet im Sinne der Epidemiologischen Lage mehr ist.

Größter Druck aus den USA für die kanadische Tourismus- und Kreuzfahrindustrie

Aufgrund der aus Sicht der USA in Sachen Tourismus untätigen Regierung Kanadas sind in den letzten Tage mehrere Drohungen nach Ottawa gesandt worden, die einen Super-GAU für die Tourismus- und Kreuzfahrtindustrie des Landes bedeuten könnte.

So hat der US-amerikanische Senator Mike Lee (Utah) einen Gesetzentwurf eingebracht, der den “Passenger Vessel Service Act” aus dem Jahr 1886 zu Fall bringen würde. Dieses Gesetz besagt, dass Kreuzfahrtschiffe, die von den Festlandsbundesstaaten der USA nach Alaska als Exklave fahren, einen Zwischenstopp in Kanada, zum Beispiel in Vancouver oder auf Vancouver Island einlegen müssen.

Setzt sich US-Senator Mike Lee aus Utah mit seiner Gesetzesinitiative durch, könnten schon bald Kreuzfahrtschiffe auf dem Weg nach Alaska keine Häfen in Kanada mehr anlaufen, ein Milliardenverlust für die Tourismusindustrie des Landes. Foto elvirkin / Deposit
Setzt sich US-Senator Mike Lee aus Utah mit seiner Gesetzesinitiative durch, könnten schon bald Kreuzfahrtschiffe auf dem Weg nach Alaska keine Häfen in Kanada mehr anlaufen, ein Milliardenverlust für die Tourismusindustrie des Landes. Foto elvirkin / Deposit

Mißachtet ein unter ausländischer Flagge fahrender Schiffseigner diese Vorschrift, sind Strafzahlungen von 762 US-Dollar pro an Bord befindlichem Passagier. Bei der heutigen Belegung eines Kreuzfahrtschiffes kommt schnell eine Millionensumme an Strafe zusammen.

Sollte dieser Passenger Vessel Service Act von den USA außer Kraft gesetzt werden, würden der kanadischen Tourismusbranche geschätzte 4,2 Milliarden Dollar entgehen, ein Super-GAU für den Tourismus insbesondere an der Westküste Kanadas. Dies wäre auch der schwerste wirtschaftliche Schaden für Kanada aus der Corona-Pandemie, sollte die Initiative von Senator Mike Lee Erfolg haben.

Rund 1,7 Millionen Passagiere, die vom amerikanischen Festland nach Alaska fahren, legen jährlich einen Zwischenstopp in Vancouver oder Victoria ein. Neben den Hafengebühren lassen diese Passagiere auch eine Menge Geld in den beiden Städten, an denen auch eine Menge Arbeitsplätze hängen.

Auslöser für die Gesetzesinitiative war sowohl die Ankündigung von Transport Canada, das Anlegeverbot von Passagierschiffen mit mehr als 100 Personen bis mindestens Februar 2022 aufrecht zu erhalten, als auch das Anprangern des Gesetzes als gegen die Interessen der USA und seiner Arbeiter in den Küsten gerichtet.

Auch die Vertreter aus Alaska kritisieren das mangelnde Engagement Kanadas an der Wiederherstellung touristischer Aktivitäten. Sowohl der Kongressabgeordnete Don Young als auch die Senatoren Lisa Murkowski und Dan Sullivan haben sich in einem Schreiben direkt an Premier Justin Trudeau gewandt. Von dort kam jedoch offensichtlich keine Antwort zurück.

Mittlerweile wurden seitens der US-Administration erste Pflöcken gegen Kanada eingeschlagen. US-Präsident Joe Biden hat ganz im Sinne des “America First” den “Alaska Tourism Restoration Act” unterzeichnet, der es den Kreuzfahrtschiffen im Jahr 2021 “vorübergehend erlaubt”, direkt aus Häfen im Bundesstaat Washington Alaska anzufahren, ohne einen Zwischenstopp in Kanada einlegen zu müssen.

Vertreter der betroffenen Provinz British Columbia und den Städten Vancouver und Victoria zeigen sich mittlerweile besorgt über das möglicherweise dauerhafte, über den Alaska Tourism Restoration Act hinausreichende Ausbleiben von Kreuzfahrtschiffen in den Häfen, das alleine British Columbia mit einem minus von 2,7 Milliarden Dollar treffen würde.


Corona Updates vom 11. Juni 2021

Die Grenzen Kanadas bleiben für ausländische Reisende bis Anfang Juli geschlossen

Hoffnung auf Öffnungsstrategie im Juli steigt / Gespräch Biden – Trudeau auf dem G-7-Gipfel in Cornwall

Wie die Zeitung Politico aktuell berichtet, bleibt die kanadische Grenze für ausländische, nicht-essentielle Reisende bis vorerst Anfang Juli geschlossen. Allerdings soll die Grenze in einer ersten Maßnahme für vollständig geimpfte Kanadier und ständige Einwohner, die aus dem Ausland zurückkehren, durchgängiger gemacht werden.

Hohe Beamte berichten, dass sowohl auf Kanadas Premier Justin Trudeau als auch auf US-Präsident Joe Biden der Druck steigt, die Beschränkungen für vollständig geimpfte Menschen zu lockern. Die Landesgrenze zwischen den USA und Kanada war im März 2020 geschlossen worden, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen.

US-Außenminister Antony Blinken betonte bei einer Anhörung im Senatsausschuss, dass man in dieser Angelegenheit sehr engagiert und intensiv mit dem Nachbarn Kanada im Gespräch sei, er selbst mit seinem kanadischen Amtskollegen. Er verstehe, so Blinken, die Situation seiner Landsleute insbesondere in der Grenzregion zu Kanada.

Es wird im politischen Raum erwartet, dass Justin Trudeau und Joe Biden das Thema Grenzöffnung in einem persönlichen Treffen während des G-7-Gipfel in Carbis Bay an der Küste von Cornwall besprechen werden.

Wie seitens hoher Beamter in Ottawa berichtet wird, arbeitet man auf beiden Seiten intensiv an einer Roadmap zur Öffnungsstrategie der Grenze für Reisende aus beiden Ländern. Die Regelung der Grenzschließung seit März 2020 wurde bisher bilateral jeweils für einen Monat vereinbart und seither immer verlängert. Die letzte Vereinbarung läuft am 21. Juni 2021 aus.

Mitglieder der gesetzgeberischen Organe in der US-Regierung hatten zuletzt die Biden-Administration dazu gedrängt, die Beschränkungen zum Grenzübertritt einseitig aufzuheben, sollte mit der kanadischen Regierung zeitnah kein Abkommen zur Wiedereröffnung der Grenze nach dem 21. Juni unterzeichnet werden können.

Die Grenzschließung hat seit mehr als einem Jahr zu massiven wirtschaftlichen und sozialen Folgen beigetragen. So sind die Schäden für die Tourismusindustrie, aber auch für langzeit getrennte Angehörige beiderseits der Grenze enorm.

Kanada zieht laut Aussagen verschiedener mit der Angelegenheit betrauter Personen, die anonym bleiben wollen, in Betracht, ab dem 22. Juni Öffnungsschritte anzugehen, allerdings liegt diesen Entscheidungen nach wie vor die von Justin Trudeau ausgerufene 75-20-Regelung zugrunde. Diese besagt, dass die Einreise nach Kanada für ausländische Reisende wieder möglich sein soll, wenn 75 Prozent der kanadischen Bevölkerung mindestens einmal geimpft sind und 20 Prozent mit der zweiten Dosis vollständig geimpft sind.

Nach wie vor ist jedoch laut den Informanten noch völlig unklar, wann Kanada das 75-Prozent-Ziel erreichen wird. Allerdings betonte Chief Public Health Officer Theresa Tam vor kurzem, dass Kanada auf dem besten Weg sei, dieses Ziel in den ersten Juliwochen zu erreichen.

Ob das erreicht werden kann, ist derzeit jedoch fraglich, da nach einer Erhebung von “Our World Data” etwa 9.784 Prozent der kanadischen Bevölkerung vollständig geimpft. In den USA liegt diese Zahl bei 42,8 Prozent.

Kanadische Gesundheitspolitiker stellen die Gesundheit und körperliche Unversehrtheit der Bevölkerung über die Grenzöffnung und das Wiederanfahren des Tourismus. Allerdings betonen auch sie die guten Impfraten und die Tatsache, dass immer mehr Impfstoff im Land verteilt und verimpft werden kann.

Neben Kanadas Tourismusbehörde fordern auch immer mehr Bürgermeister grenznaher kanadischer Städte eine Öffnung des Landes für den Tourismus. So verwies Jim Diodati, Bürgermeister von Niagara Falls auf die jährlich 14 Millionen Touristen, die die Stadt an den weltberühmten Niagara Fällen besuchen.

“Ich kann es nicht erwarten, wieder eine geöffnete Grenze zu sehen”, so der Bürgermeister zu USA TODAY in einem Interview. Er verwies auf das vor der Tür stehende lange Wochenende zwischen dem 1. und 4. Juli, an dem sowohl der Nationalfeiertag Kanadas, der Canada Day als auch der Nationalfeiertag der USA am 4. Juli gefeiert wird.

“Wir haben im letzten Jahr einen großen Teil der Tourismussaison abschreiben müssen. Wir können es uns nicht leisten, diese verheerende Situation ein weiteres Jahr durchleben zu müssen”, so Bürgermeister Jim Diodati in seinem Statement.

Ganz Kanada, aber auch die USA und das restliche Ausland mit den Urlaubern, die gerne das Traumland Kanada wieder einmal besuchen möchten, erwarten nun die Entscheidungen zur Grenzöffnungsstrategie nach dem 21. Juni 2021. Hierbei soll auch die obligatorische Selbstisolation in einem zugelassenen Hotel für Geimpfte und Genesene wegfallen, weitere Informationen hierzu werden in Kürze erwartet.

Der aktuelle Stand in Kanada

In Kanada selbst stellt sich die Situation (Stand 10. Juni 2021) wie folgt dar: bisher wurden 35.503.953 Menschen auf das Corona-Virus getestet, 1.398.274 Menschen davon positiv. Derzeit sind 19.253 am Virus erkrankt, 1.353.148 gelten als genesen. Verstorben an der Virus-Erkrankung sind 25.873 Menschen. Die Zahlen zeigen damit weiterhin für Kanada einen Rückgang bei den Erkrankungen an, dies allerdings von Provinz zu Provinz unterschiedlich.

Stand 10. Juni 2021 wurden in Kanada mehr als 27.729.564 Dosen der zugelassenen Impfstoffe gegen COVID-19 verabreicht. Insgesamt wurden 30.658.724 Dosen des COVID-19-Impfstoffs (einschließlich Moderna, Pfizer-BioNTech und AstraZeneca) zur Verabreichung an die Provinzen geliefert. Bis zum heutigen Tag wurden 90.4% der an die Provinzen gelieferten Dosen verabreicht.

Bis heute haben mehr als 24.010.935 Kanadier mindestens eine Dosis eines zugelassenen COVID-19-Impfstoffs erhalten. 3.718.629 (9.784%) Kanadier sind vollständig gegen COVID-19 geimpft, da sie beide erforderlichen Dosen erhalten haben.


Corona Updates vom 20. Mai 2021

Kanadisch-US-amerikanische Grenze bleibt wohl weiterhin geschlossen

Wenige Tage vor auslaufen der aktuellen Regelung wird die kanadische Regierung wohl in Kürze eine Verlängerung der Restriktionen im Grenzverkehr zwischen Kanada und den USA verkünden. Wie aus sicherer Quelle zu erfahren war, wird die Grenze für den nicht lebensnotwendigen Grenzverkehr bis einschließlich 21. Juni 2021 geschlossen bleiben.

Damit wird die seit 21. März 2020 geltende Schließung und damit einhergehenden massiven Beschränkungen um einen weiteren Monat verlängert. Ausgenommen sind der Handels- und Wirtschaftsverkehr sowie die Einreise sogenannter “systemrelevanter” Mitarbeiter des Gesundheitswesens wie Krankenschwestern, die auf beiden Seiten der Grenze leben und arbeiten.

Premierminister Justin Trudeau betonte bei einem Gespräch, dass für die Aufhebung der sozialen Beschränkungen die Impfrate steigen und die Infektionsraten sinken müssen. “Wir sehnen und alle danach, zur Normalität zurückzukehren, aber dies kann nur erfolgen, wenn wir in Kanada die Pandemie unter Kontrolle haben und mehr als 75 Prozent der Menschen geimpft sind.”

Aktuell sind in Kanada 46,05 Prozent der kanadischen Bevölkerung mit der ersten Dosis geimpft, jedoch haben bisher nur 3,77 Prozent die zweite Dosis erhalten. In den USA wurden 47,19 Prozent der Bevölkerung mit einer ersten Dosis geimpft, 37,03 Prozent haben beide Impfungen erhalten.

Insbesondere die Provinzregierung von Ontario hat sich in jüngster Zeit massiv dafür eingesetzt, dass die Bundesregierung die Beschränkungen an der Landesgrenze zwischen Kanada und den USA zu verschärfen, da sich in der Provinz die Zahl der Corona Erkrankungen massiv erhöht.

Der aktuelle Stand in Kanada

In Kanada selbst stellt sich die Situation (Stand 19. Mai 2021) wie folgt dar: bisher wurden 33.754.111 Menschen auf das Corona-Virus getestet, 1.342.388 Menschen davon positiv. Derzeit sind 61.608 am Virus erkrankt, 1.255.714 gelten als genesen. Verstorben an der Virus-Erkrankung sind 25.066 Menschen. Die Zahlen zeigen damit weiterhin für Kanada einen Rückgang bei den Erkrankungen an, dies allerdings von Provinz zu Provinz unterschiedlich.

Stand 19. Mai 2021 wurden in Kanada mehr als 19.444.593 Dosen der zugelassenen Impfstoffe gegen COVID-19 verabreicht. Insgesamt wurden 22.177.544 Dosen des COVID-19-Impfstoffs (einschließlich Moderna, Pfizer-BioNTech und AstraZeneca) zur Verabreichung an die Provinzen geliefert. Bis zum heutigen Tag wurden 87.7 % der an die Provinzen gelieferten Dosen verabreicht.

Bis heute haben mehr als 17.958.575 Kanadier mindestens eine Dosis eines zugelassenen COVID-19-Impfstoffs erhalten. 1.486.018 Kanadier sind vollständig gegen COVID-19 geimpft, da sie beide erforderlichen Dosen erhalten haben.


Corona Updates vom 13. Mai 2021

COVID-19: Ontario erwägt Verlängerung der Ausgangsbeschränkungen und Quarantänemaßnahmen

Der Ausnahmezustand wurde in Ontario bereits bis zum 2. Juni verlängert, ein Datum für eine mögliche Verlängerung der “stay-at-home-Order” wurde jedoch noch nicht bestätigt.

Die Ontario Medical Association (OMA) hatte schon vor einigen Tagen erklärt, dass Ontario noch nicht für Öffnungsmaßnahmen bereit sei und die bis dahin auf 20. Mai befristeten Maßnahmen verlängert werden müssen.

Es ist derzeit davon auszugehen, dass die nun bis 2. Juni 2021 verlängerten Maßnahmen weiter verlängert werden, ein genaues Datum wurde bisher nicht benannt.

Derzeit leidet die Provinz Ontario weiter an einer hohen Zahl täglicher Neuerkrankungen und eine hohe Anzahl an Menschen, die in Kliniken stationär und auch Intensiv betreut werden müssen.

Die OMA plädiert jedoch auch dafür Restriktionen im Bereich sportlicher Betätigungen im Freien zu lockern, damit es den Einwohnern der Provinz ermöglicht wird, ihre geistige und körperliche Gesundheit zu erhalten bzw. zu verbessern.

Ziel soll es sein, die Provinz dann zu öffnen, wenn möglichst viele Menschen geimpft sind und die Anzahl der Neuerkrankungen in hohem Maße zurückgehen.


Corona Updates vom 23. April 2021

Update 21:00 Uhr

Yukon hebt die Selbstisolierung für vollständig geimpfte Personen auf
Premierminister Sandy Silver kündigt Änderung der Bestimmungen ab 25. Mai an

Ab 25. Mai hebt die Regierung des Yukon Territorium die zwingend erforderliche 14-tägige Selbstisolierung bei Einreise in das Territorium für vollständig geimpfte Personen auf. Die gab Premierminister Sandy Silver heute morgen (Yukon Zeit) bekannt.

Voraussetzung für den Wegfall der Selbstisolation ist, dass die Person, die einreist, den Impfstatus mit einem offiziellen Dokument nachweisen kann. Dies sei vor allen Dingen für Yukoner eine tolle Nachricht, die nun endlich ihre Familienmitglieder ohne Restriktionen besuchen können.

Personen, die den vollständigen Impfstatus nicht nachweisen können, müssen sich weiterhin in eine 14-tägige Selbstisolation begeben.

Sandy Silver betonte in der heutigen Pressekonferenz auch, dass Bars und Restaurants ab dem 25. Mai wieder mit voller Kapazität für die Bewirtung in Innenräumen öffnen dürfen.

Ungeachtet der Öffnungsschritte raten die Verantwortlichen des Yukon Territoriums alle Einwohner weiterhin davon ab, nicht notwendige Reisen ausserhalb des Yukon anzutreten.

Bis Dienstag hatten 25.998 Yukoner – etwa 74 Prozent der berechtigten Erwachsenen – ihre erste Dosis des Moderna-Impfstoffs erhalten, während 22.657 – etwa 65 Prozent der berechtigten Erwachsenen – beide Dosen erhalten hatten.

Update 20:15 Uhr

Health Canada: Kinder ab 12 Jahren dürfen jetzt den Impfstoff von Pfizer erhalten

Health Canada hat heute die Verabreichung von BioNTech-Pfizer Impfstoff an Kinder im Alter von 12 bis 15 Jahren genehmigt. Bisher waren die Impfstoffe bei Jugendlichen ab 16 Jahren zugelassen.

Damit ist Kanada das erste Land weltweit, das die Verimpfung des Covid-19 Impfstoffes an diese junge Altersgruppe überhaupt genehmigt hat.

“Nach Abschluss einer gründlichen und unabhängigen wissenschaftlichen Überprüfung wurde festgestellt, dass der BioNTech-Pfizer Impfstoff für diese junge Altersgruppe sicher und wirksam ist und angewendet werden kann”, so Dr. Supriya Sharma, die leitende medizinische Beraterin von Health Canada.

Laut Health Canada werden Personen ab 12 Jahren mit dem gleichen Dosierungsschema geimpft wie Erwachsene. Die Genehmigung von Health Canada basiert auf einer klinischen Phase-3-Studie von Pfizer-BioNTech mit 2.260 Jugendlichen im Alter von 12 bis 15 Jahren.

Die in den USA durchgeführte Studie ergab eine 100-prozentige Wirksamkeit des Impfstoffs bei Kindern im Alter von 12 bis 15 Jahren, während in den Studien mit älteren Altersgruppen eine 95-prozentige Wirksamkeit nach der zweiten Impfung festgestellt wurde.

Kanada will seine Kinder vor der Einschulung schützen, so dass eine Erweiterung der Altersgruppe von sechs Monaten bis 11 Jahre geplant ist. Wie Ozlem Tureci, Chief Medical Officer von BioNTech, sagte, wird die Forschung über die Verwendung des Impfstoffs in pädiatrischen Populationen fortgesetzt, wobei eine Studie über die Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern im Alter von sechs Monaten bis 11 Jahren im Moment läuft.

Die Verimpfung des Wirkstoffes an die Altersgruppe von 12 bis 15 Jahren soll nun schnellstmöglich anlaufen.

Kanadareisen mit Impfnachweis bald wieder möglich?
Die kanadische Regierung deutet eine Öffnungsstrategie für das Land an

Kanada prüft mit seinen internationalen Verbündeten, ob es einen internationalen Impfnachweis geben wird, mit dem Reisende, die zum Beispiel nach Kanada einreisen wollen, ihren kompletten Impfschutz nachweisen können.

Dies sagte Kanadas Premier Justin Trudeau am gestrigen Dienstag bei einer Pressekonferenz. Trudeau betonte, dass seine Regierung ausloten will, inwieweit sich andere Länder anschließen, auf EU-Ebene soll im Juni ein digitaler Impfnachweis eingeführt werden, als Ergänzung zum gelben Internationalen Impfausweis.

Trudeau betonte auch, dass man mit den europäischen Freunden über eine einheitliche Lösung rede, “aber letztendlich ist es Sache eines jeden Landes, welche Anforderungen es von ankommenden Reisenden aus dem Ausland erwarte. Man wolle sich den Verbündeten anschließen, aber auch eigene Wege gehen, um die kanadische Bevölkerung zu schützen.

Mehrheit der Kanadier befürworten einen Impfnachweis für Einreisende aus dem Ausland

Damit spielte der Premier auf die USA an, die vermutlich von internationalen Reisenden, die in das Land einreisen, keinen Impfnachweis verlangen werden. Trudeau verwies aber auch darauf, dass sich dies ändern könne, wenn viele andere Länder diese Vorgehensweise umsetzen.

Auch werde Kanada genau überprüfen, ob sie von US-amerikanischen Reisenden einen Impfnachweis verlangen werden, auch wenn dies die USA von Kanadiern bei deren Einreise nicht verlangen. Auch hier, so der Politiker, gehe der Schutz der Kanadier vor.

Der Vorsitzende des Blocks Québécois, Yves-François Blanchet, sagte, er unterstütze die Idee eines Impfpasses für internationale Reisen, ebenso eine vorsichtige Öffnung des Landes für Reisende.

Sowohl International als auch in der kanadischen Bevölkerung wird der Ruf nach Impfnachweisen für Reisen, die Teilnahme an Veranstaltungen oder das Fliegen mit großer Mehrheit unterstützt. 61 Prozent befürworten diese Maßnahme im Inland. 78 Prozent der Kanadier befürworten, das Urlauber aus dem Ausland einen Impfnachweis für Covid-19-Impfungen bei der Einreise vorlegen müssen.

Der Traum vieler Menschen, in Kürze wieder nach Kanada reisen zu dürfen. Foto: Foto-VDW / Deposit
Der Traum vieler Menschen, in Kürze wieder nach Kanada reisen zu dürfen. Foto: Foto-VDW / Deposit

Steht eine Öffnungsstrategie bevor?

Gut informierte Kreise berichte aus Gesprächen innerhalb der Regierung, dass Kanada eine Öffnungsstrategie für Urlauber aus dem Ausland angehen will, wenn 70 Prozent der Kanadier die erste Impfung und mindestens 20 Prozent die zweite Impfung erhalten haben.

Wir werden weiter aktuell berichten.

Der aktuelle Stand in Kanada

In Kanada selbst stellt sich die Situation (Stand 4. Mai 2021) wie folgt dar: bisher wurden 32.009.489 Menschen auf das Corona-Virus getestet, 1.249.950 Menschen davon positiv. Derzeit sind 82.700 am Virus erkrankt, 1.142.854 gelten als genesen. Verstorben an der Virus-Erkrankung sind 24.396 Menschen. Die Zahlen zeigen damit wieder einen Rückgang bei den Erkrankungen.

Stand 13. April 2021 wurden in Kanada mehr als 14.284.234 Dosen der zugelassenen Impfstoffe gegen COVID-19 verabreicht. Insgesamt wurden 16.721.432 Dosen des COVID-19-Impfstoffs (einschließlich Moderna, Pfizer-BioNTech und AstraZeneca) zur Verabreichung an die Provinzen geliefert. Bis zum heutigen Tag wurden 85,4% der an die Provinzen gelieferten Dosen verabreicht.

Bis heute haben mehr als 13.128.615 Kanadier mindestens eine Dosis eines zugelassenen COVID-19-Impfstoffs erhalten. 1.155.619 Kanadier sind vollständig gegen COVID-19 geimpft, da sie beide erforderlichen Dosen erhalten haben.


Corona Updates vom 23. April 2021

Kanada hält seine Grenzen für Touristen bis 21. Mai 2021 geschlossen

Die kanadische Regierung hat aufgrund der derzeitigen Situation in der Corona-Pandemie beschlossen, seine Grenzen für den touristischen und nicht notwendigen Reiseverkehr weiterhin bis einschließlich 21. Mai 2021 geschlossen zu halten.

Die Situation in den Provinzen und Territorien ist nach wie vor sehr angespannt. So mussten zum Beispiel Vereinbarungen, sogenannte Bubbles, für Reise innerhalb und zwischen Provinzen und Territorien auf Eis gelegt werden, weil es die Inzidenzen und Fallzahlen nicht mehr zuließen.

Wie aus Regierungskreisen verlautete, wird nun wie in anderen Ländern auch auf das möglichst lückenlose Testen und das schnelle Durchimpfen der Bevölkerung gesetzt. Aktuelle Zahlen findest Du weiter unten in diesem Update.

Absage der Eishockey Frauen-Weltmeisterschaft trifft Gastgeber Kanada und die teilnehmenden Nationalmannschaften hart

Wie der deutschen Frauen Eishockey-Nationalmannschaft ging es dieser Tage allen beteiligten Mannschaften. Die Koffer waren gepackt, der Flieger und das Hotel gebucht. Bald schon sollte es in die Atlantik-Provinz Nova Scotia gehen, wo in den Städten Halifax und Truro die Ausrichtung der WM2021 vom 6. bis 16. Mai über die Bühne gehen sollte.

Aber aufgrund der sich verschärfenden Situation musste nun die Weltmeisterschaft kurzfristig abgesagt werden. Ein Schock für die Sportlerinnen, die sich so auf das Turnier und die Reise gefreut haben. “Es ist eine Katastrophe”, wird Franz Reindl, der Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes zitiert.

Der Weltverband sucht nun mit dem Gastgeberland Kanada und dessen Eishockey-Verband nach einem Ersatztermin, am besten im Sommer. Ob dieses Vorhaben angesichts der nationalen Terminkalender umgesetzt werden kann, wird sich zeigen.

Der aktuelle Stand in Kanada

In Kanada selbst stellt sich die Situation (Stand 22. April 2021) wie folgt dar: bisher wurden 30.411.387 Menschen auf das Corona-Virus getestet, 1.155.834 Menschen davon positiv. Derzeit sind 86.768 am Virus erkrankt, 1.045.244 gelten als genesen. Verstorben an der Virus-Erkrankung sind 23.822 Menschen. Die Zahlen zeigen entgegen dem Trend der vergangenen Wochen wieder einen Anstieg bei den Erkrankungen.

Stand 13. April 2021 wurden in Kanada mehr als 11.158.636 Dosen der zugelassenen Impfstoffe gegen COVID-19 verabreicht. Insgesamt wurden 13.700.694 Dosen des COVID-19-Impfstoffs (einschließlich Moderna, Pfizer-BioNTech und AstraZeneca) zur Verabreichung an die Provinzen geliefert. Bis zum heutigen Tag wurden 81,4 % der an die Provinzen gelieferten Dosen verabreicht.

Bis heute haben mehr als 10.184.121 Kanadier mindestens eine Dosis eines zugelassenen COVID-19-Impfstoffs erhalten. 974.515 Kanadier sind vollständig gegen COVID-19 geimpft, da sie beide erforderlichen Dosen erhalten haben.


Corona Updates vom 14. April 2021

Whistler Blackcomb wird zum kanadischen Ischgl

Vor einem Jahr war der österreichische Skiort Ischgl als Superspreader für das Coronavirus in aller Munde und ging tagelang durch die Medien. Damals hörte man aus vielen Ecken dieser Welt, dass sich dieses Ereignis in der Art nicht mehr wiederholen sollte.

Aber genau dies ist nun in Kanada eingetreten. Mit Whistler Blackcomb hat die Provinz British Columbia nun sein eigenes Ischgl, denn von dort aus hat sich in rasender Geschwindigkeit die brasilianische Virusmutante P.1 ausgebreitet. Mit bisher 877 bestätigten P.1-Fällen ist die Region rund um Whistler zum weltweit größten Zentrum der Ausbreitung dieser Virusmutante außerhalb Brasiliens geworden.

Bereits Ende März haben die Behörden deshalb das Skiressort geschlossen, nachdem es sich zum Superspreader entwickelt hatte. Fast ein Viertel der in der Region verbreiteten Infektionen mit P.1 können mit Whistler in Verbindung gebracht werden.

Rätsel über die Virusherkunft und einhergehendes Behördenversagen

Die brasilianische Virusmutante des Coronavirus, kurz P.1, gilt als gefährliche Variante, da sie hochinfektiöse ist, bei jungen Menschen tödlicher verläuft und auch Genesene erneut infizieren kann. Was auch darauf schließen lässt, dass das Virus unter Umständen die Schutzwirkung heute auf dem Markt befindlicher Impfstoffe zu umgehen.

Wie die Virusmutante nach Kanada gekommen ist, das stellt die Experten im Land vor ein Rätsel. Denn keine der 84 Personen, die beim Ausbruch der P.1-Infektionen sofort identifiziert wurden, hat vor Erkrankung eine Reise außerhalb Kanadas unternommen.

Allerdings kritisiert in diesem Zusammenhang der Epidemiologe Jean-Paul Soucy von der Covid-19 Canada Open Data Working Group die Behörden und wirft ihnen vor, zum einen die Grenzen des Landes zu spät geschlossen zu haben und zum anderen die Nachverfolgung der Infektionsketten nicht stringent durchgeführt zu haben. Die Provinz British Columbia blieb in diesen Punkten weit hinter den anderen Provinzen zurück.

Die berühmt-berüchtigte Wohnungsknappheit in Whistler dürfte das Superspreading unterstützt haben

Ebenfalls eine “positive” Auswirkung auf das Infektionsgeschehen in Whistler Blackcomb dürfte die dortige, berühmt-berüchtigte Wohnungsknappheit gehabt haben. “Bei uns leben Kolleg:innen buchstäblich im Schrank, weil kein Bett mehr frei ist”, wird eine Resort-Mitarbeiterin zitiert. “Teilweise teilen sich bis zu acht Mitarbeiter:innen eine kleine Wohnung, wie soll man sich da isolieren, oder einen Schutzraum durch Abstand von den anderen erhalten?”

Diesen Zustand manifest die Tatsache, dass sich nach Informationen aus Whistler überwiegend junge Menschen mit P.1 angesteckt haben. Auch die Präsenzpflicht der Servicemitarbeiter:innen, die eben nicht im Homeoffice arbeiten können, hat die Ausbreitung der Virusmutante erleichtert.

Trotz der Situation, die in der Region derzeit vorherrscht, will die Gesundheitsbehörde der Provinz British Columbia die Sequenzierung der Virusmutante P.1 nicht erhöhen. Sie will davon ausgehen, dass es sich bei Positivtests um die gefährlichere brasilianische Variante handelt. Stärker überwacht und durchgesetzt werden soll die Nachverfolgung der Infektionsketten und der Fälle, bei denen der schon vorhandene Impfschutz offensichtlich versagt hat.

Der aktuelle Stand in Kanada

In Kanada selbst stellt sich die Situation (Stand 13. April 2021) wie folgt dar: bisher wurden 29.251.338 Menschen auf das Corona-Virus getestet, 1.078.562 Menschen davon positiv. Derzeit sind 78.293 am Virus erkrankt, 976.877 gelten als genesen. Verstorben an der Virus-Erkrankung sind 23.392 Menschen. Die Zahlen der letzten Wochen zeigen eine weiter rückläufige Tendenz.

Stand 13. April 2021 wurden in Kanada mehr als 8.601.331 Dosen der zugelassenen Impfstoffe gegen COVID-19 verabreicht. Insgesamt wurden 11.403.742 Dosen des COVID-19-Impfstoffs (einschließlich Moderna, Pfizer-BioNTech und AstraZeneca) zur Verabreichung an die Provinzen geliefert. Bis zum heutigen Tag wurden 75,4 % der an die Provinzen gelieferten Dosen verabreicht.

Bis heute haben mehr als 7.772.264 Kanadier mindestens eine Dosis eines zugelassenen COVID-19-Impfstoffs erhalten. 829.067 Kanadier sind vollständig gegen COVID-19 geimpft, da sie beide erforderlichen Dosen erhalten haben.


Corona Updates 1. April 2021

Corona in Ontario außer Kontrolle – Provinz verhängt aufgrund der 3. Welle einen kompletten Lockdown

Nach zwei Tagen der Überprüfung der täglichen Coronazahlen hat heute die Regierung der Provinz Ontario beschlossen, einen provinzweiten Lockdown umzusetzen. Allerdings hat Premier Doug Ford auf die Verkündung einer Ausgangssperre verzichtet, obwohl Experten zu diesem Schritt geraten hatten.

Der Lockdown tritt am Samstag, 3. April 2021 um 12:01 Uhr Ortszeit in Kraft und wird mindestens für vier Wochen in Kraft bleiben.

Premier Ford betonte, dass die Provinz vor einer sehr ernsten Situation steht und drastische Maßnahmen erforderlich sind, um die schnelle und starke Verbreitung des Virus, insbesondere seiner Mutanten zu verhindern.

Ford verwies auch darauf, dass die Impfkampagne Fahrt aufnehme und er ermuntere die Bevölkerung Ontarios, das Impfangebot anzunehmen und sich impfen zu lassen. “Das Impfen ist der beste Schutz vor dem tödlichen Virus.”

Verboten sind unter anderem:

  • Organisierte öffentliche Veranstaltungen und soziale Zusammenkünfte in Innenräumen
  • Betreiben von Innen- und Außengastronomie
  • Keine persönlichen Körperpflegedienste wie Friseur

Erlaubt sind wie bisher unter anderem:

  • Zusammentreffen von maximal fünf Personen im Außenbereich
  • Einkaufen in Lebensmittel- und Supermärkten mit einer 50-prozentigen Nutzung des Ladenlokales (ausreichend Quadratmeter Ladenfläche pro Kunde)
  • Abhol- und Lieferservice für Speisen
  • Drive-Inn Service

Auf Ausgangssperren wird im Gegensatz zum letzten Lockdown verzichtet, da laut Gesundheitsministerin Christine Elliott die Auswirkungen auf die Psyche von Kindern, aber auch Erwachsenen enorm gewesen seien. Auch hätten viele Ontarier sich nicht an die Anweisungen gehalten und insbesondere bei schönem Wetter nach draußen gegangen.

Doug Ford bat die Einwohner Ontarios, über die Osterfeiertage nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben. Dies auch deshalb, weil die Gefährlichkeit der Virusmutanten in der Provinz deutlich vor Augen geführt worden ist, als bei einem Ausbruch in einem Langzeitpflegeheim 70 Bewohner:innen verstorben sind.

Eine Gruppe von 153 Intensivmedizinern hat die Regierung am heutigen Donnerstag in einem offenen Brief aufgefordert, strengere Maßnahmen zum Schutz für die öffentliche Gesundheit umzusetzen. Sie warnen davor, dass die Mutanten auch jüngere Patienten nicht verschont.

“Selbst wenn wir unbegrenzte Kapazitäten auf der Intensivstation hätten, ist es unethisch zuzulassen, dass sich diese [besorgniserregenden Varianten] exponentiell verbreiten”, heißt es in dem Brief.

“Als Ärzte auf der Intensivstation sind wir die letzte Verteidigungslinie, und wir läuten die Alarmglocke. Bitte hören Sie dieses läuten.”

Auch Städte und Regionen in Québec machten dicht

In Québec wird über drei Städte, Québec City, Lévis und Gatineau, ein stringenter Lockdown verhängt. In den vier Regionen Outaouais, Quebec City, Chaudière-Appalaches und Bas-St-Laurent wird die Corona-Ampel auf Rot gesetzt.

Nachdem vor kurzem noch die COVID-19-Beschränkungen gelockert wurden, muss dieser Schritt wieder rückgängig gemacht werden. Für die drei Städte werden Ausgangssperren vorbereitet. Die Ausgangsbeschränkungen werden für zehn Tage gelten.

Dabei werden alle nicht lebensnotwendigen Geschäfte sowie die Schulen geschlossen, die Schüler:innen erhalten digitalen Fernunterricht.

Der Premierminister von Québec, François Legault sagt, es fühlt sich an, als wenn man die gesamte Bevölkerung auf die Intensivstation bringen muss, um sie nicht zu verlieren.

Der Lockdown und die Schaltung der Ampel von Orange auf Rot gilt ab dem heutigen Donnerstag 20 Uhr Ortszeit bis einschließlich 12. April.

In den drei Städten müssen die Menschen, außer wenn sie unbedingt zur Arbeit gehen müssen, zu Hause bleiben. Die Ausgangssperre gilt ab 20 Uhr.

Theater, Fitnessstudios und viele andere Geschäfte müssen geschlossen bleiben, der Verkauf von nicht lebensnotwendigen Produkten wird verboten. Restaurants dürfen nur für einen Liefer- und Abholservice öffnen.

Bei allen Erledigungen muss eine Maske getragen werden.

Der Direktor des Gesundheitsamtes von Québec, Dr. Horacio Arruda, warnte auch die Einwohner von Ottawa davor, über den St.Lorenz Strom hinweg in die Schwesterstadt Gatineau zu kommen. Aufgrund der Corona-Lage sei dies gefährlich und nur aus dringenden Gründen angezeigt.

Für Montreal wurden bisher keine Verfügungen ausgesprochen, was sich allerdings schnell ändern kann. Wie Dr. Arruda mitteilte, wird die Situation in der Großstadt insbesondere über die Osterfeiertage genau beobachtet, um umgehend handeln zu können.


Corona Updates 31. März 2021

Corona außer Kontrolle: Ontario soll und Britisch Columbia geht in den Voll-Lockdown

Kanada kämpft gegen die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Insbesondere in den Provinzen Ontario und British Columbia droht die Lage völlig außer Kontrolle zu geraten, wie Bericht von dort zeigen. Folgende Lagebilder zeigen sich in den Provinzen:

Ontario

Neueste Daten zeigen, dass die Covid-19 Pandemie in Ontario “völlig außer Kontrolle” ist, wie ein wichtiger wissenschaftlicher Berater zitiert wird, der darauf verweist, dass die Krankenhauseinweisungen derzeit um 20 Prozent höher sind als zu Beginn des letzten provinzweiten Lockdown.

Ein neuer Bericht eines wissenschaftlichen Expertengremiums, das die Regierung von Ontario zu Covid-19 berät, zeigt, dass sich die Provinz an einem Wendepunkt befindet. Insbesondere die neuen Varianten des Virus, die ansteckender und tödlicher sind als das Ursprungsvirus, zirkulieren stark durch die Provinz und lassen die Zahl der Neuinfektionen und Erkrankungen stark in die Höhe schnellen.

Pandemielage in Ontario außer Kontrolle

“Im Moment ist die Pandemie in Ontario völlig außer Kontrolle”, sagte Dr. Peter Juni, wissenschaftlicher Leiter des Tisches und Professor für Medizin und Epidemiologie an der Universität von Toronto, in einem Interview.

Diese deutliche Einschätzung folgt auf wochenlange Warnungen von Medizinern in Ontario über steigende Fallzahlen und sich schnell ausbreitende Varianten. Sie kommt am selben Tag, an dem die Provinz British Columbia ankündigt, eine dreiwöchige, einem Wellenbrecher ähnlichen Lockdown zu starten, mit weitreichenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens.

Dr. Juni betonte, dass es auch in Ontario keine Alternative zu einem vollen Lockdown über eine länge Zeit gibt. “Es gibt keine Möglichkeit, dieses Rennen nur mit Impfungen zu gewinnen”, betonte Juni. “Das ist unmöglich.”

Das Gremium verweist in seinem Statement auch darauf, dass Ontario in der Vergangenheit immer und immer wieder die gleichen Fehler einer zu frühen Öffnung gemacht habe. Auch wurde darauf verwiesen, dass sich aufgrund der Impfung älterer Personen in Heimeinrichtungen die Erkrankungen nun auf jüngere bis jüngste Personenkreise aufweite, die Anzahl der Intensivpatienten unter 60 Jahren habe massiv zugenommen.

Noch kein voller Lockdown beschlossen

Während die Regierung bei der Umsetzung von Maßnahmen noch zögert, fordern die Mediziner und Wissenschaftler in Ontario die Impfungen unterstützende Maßnahmen bis zu einem vollständigen Lockdown. “Es ist wichtig, dass jetzt jeder einfach aufwacht und aus der Verleugnung der Tatsachen herauskommt”, so Dr. Peter Juni abschließend.

Wir beobachten das Geschehen in Ontario weiter.

British Columbia

Foto Alexandra Koch / Pixabay
Foto Alexandra Koch / Pixabay

Die Provinz British Columbia hat vom 29. März ab 23:59 Uhr bis einschließlich 19. April um 23:59 Uhr verschärfte Beschränkungen zur Eindämmung der Covid-19 Pandemie verhängt.

Die Einhaltungen der Beschränkungen wird überwiegend von Polizei und Ordnungsbehörden überwacht. Die neuen, strikten Beschränkungen betreffen alle Bereiche des öffentliche Lebens. So wurde die Erlaubnis, religiöse Versammlungen und Gottesdienste in Innenräumen abzuhalten, für diese Zeit aufgehoben.

Weitere Verbote bzw. Einschränkungen innerhalb der Lockdown-Zeit sind:

  • Das Essen in Innenräumen von Restaurants, Kneipen und Bars ist verboten, die Innenräume sind geschlossen. Erlaubt ist eine Bestuhlung im Außenbereich und die Zubereitung von Essen zum Mitnehmen oder Ausliefern ist erlaubt.
  • Indoor-Gruppentraining, auch mit geringer Intensität ist untersagt.
  • Das Skigebiet Whistler-Blackcom ist geschlossen.
  • Sportliche Aktivitäten in Innenräumen mit hoher Intensität sind grundsätzlich verboten.
  • Bei erlaubten Sportveranstaltungen sind Zuschauer verboten.
  • Gesellige Zusammenkünfte in Wohnungen sind untersagt. Lediglich im Freien und am Strand dürfen sich bis zu 10 Personen treffen, nicht jedoch in einer Bar, Kneipe oder Restaurant auf deren Terrasse.
  • Kulturelle Veranstaltungen und Versammlungen wie Musik- und Theateraufführungen, Galas, Filmvorführungen etc. sind verboten. Lediglich Drive-In Verantstaltungen mit bis zu 50 Autos sind erlaubt, z.B. Autokino, Gottesdienste etc., jedoch nur mit Covid-19 Hygieneplan.

Weitere Einschränkungen betreffen die Durchführung von Beerdigungen, Taufen und Hochzeiten, an diesen Veranstaltungen dürfen maximal 10 Personen teilnehmen, Organisator und Mitarbeiter exklusive.

Ebenso dürfen bei der Ausgabe von Mahlzeiten für Menschen in Not und in Suppenküchen nicht mehr als 50 Personen anwesend sein. Es wird empfohlen, abgepacktes Essen im Außenbereich zu verteilen.

Bei Haus- und Wohnungsbesichtigungen dürfen nur maximal sechs Personen anwesend sein, wenn ein 2-Meter-Abstand zwischen den Personen gewährleistet ist.

In Lebensmittelläden muss gewährleistet sein, dass pro Person fünf Quadratmeter Fläche zur Verfügung steht, die Menschenströme sollen in eine Richtung gehen, es sollen Wegweiser durch den Laden aufgestellt werden.

Bei Arbeitsstätten soll das Home-Office Priorität haben, soweit möglich.

Reisehinweise für British Columbia

Reisen innerhalb der Provinz und ihrer Regionen sollen vermieden werden. Keine Urlaubsreisen antreten.

Reisen bzw. Pendeln nur zu Arbeitszwecken.

Einreisen aus anderen Provinzen und Territorien nur bei lebenswichtigen Notwendigkeiten.

Wie es nach dem 19. April weitergeht und welche Restriktionen verlängert oder ggf. verschärft werden, darüber werden wir berichten.

Die aktuelle Situation in Kanada – Corona Verläufe und Impfungen

Foto Liz Masoner / Pixabay
Foto Liz Masoner / Pixabay

In Kanada selbst stellt sich die Situation (Stand 30. März 2021) wie folgt dar: bisher wurden 27.550.308 Menschen auf das Corona-Virus getestet, 976.598 Menschen davon positiv. Derzeit sind 46.395 am Virus erkrankt, 907.277 gelten als genesen. Verstorben an der Virus-Erkrankung sind 22.926 Menschen. Die Zahlen der letzten Wochen zeigen eine weiter rückläufige Tendenz.

Stand 30. März 2021 wurden in Kanada mehr als 5.470.884 Dosen der zugelassenen Impfstoffe gegen COVID-19 verabreicht. Insgesamt wurden 6.972.249 Dosen des COVID-19-Impfstoffs (einschließlich Moderna, Pfizer-BioNTech und AstraZeneca) zur Verabreichung an die Provinzen geliefert. Bis zum heutigen Tag wurden 78,5 % der an die Provinzen gelieferten Dosen verabreicht.

Bis heute haben mehr als 4.791.415 Kanadier mindestens eine Dosis eines zugelassenen COVID-19-Impfstoffs erhalten. 679.469 Kanadier sind vollständig gegen COVID-19 geimpft, da sie beide erforderlichen Dosen erhalten haben.


Corona Updates 21. März 2021

Der Atlantic Bubble 2.0 soll laut den Premierminister der maritimen Provinzen ab dem 19. April beginnen

Wie CBC meldete, löste diese Nachricht ein fröhliches Twitter-Gezwitscher zwischen den Regierungs-Twitter-Seiten aus.

Wie der Rat der Premierminister der Atlantikprovinzen mitteilte, sind sowohl die Inzidenzzahlen als auch die Zahl der geimpften Personen in den Provinzen so, dass man ein Öffnen innerhalb der maritimen Provinzen ab dem 19. April in Angriff nehmen will.

Die Öffnung betrifft allerdings nur Einwohner der Provinzen, die es ihnen dann erlaubt, innerhalb der vier atlantischen Provinzen zu reisen, ohne sich bei Übertritt in eine andere Provinz wie seither üblich in Selbstisolierung begeben zu müssen.

Es sei ein Verdienst der Menschen in den Provinzen, die sich mit großer Disziplin an die Regeln und Einschränkungen gehalten haben, so dass der Bubble 2.0 aktiviert werden kann.

Allerdings, und das betonen alle vier Premierminister, die dauerhafte Öffnung steht unter dem Vorbehalt, dass die COVID-19-Fallzahlen weiterhin niedrig bleiben, die Impfraten konstant bzw. steigend und dass die atlantischen Chief Medical Officers of Health jeweils grünes Licht geben.

Beteiligung der Provinz Newfoundland & Labrador war zunächst in Frage gestellt

Aufgrund der Fallzahlen in Newfoundland & Labrador war zunächst geplant, diese Provinz von der “maritimen Bubble” auszuschließen, was aber vermieden werden konnte, da sich die Entwicklung auf das Niveau von New Brunswick anglich. Bedingung bleibt jedoch, dass es weitere Fortschritte in der Provinz gibt.

Wichtig an der atlantischen Bubble 2.0 ist den Premierministern, dass es wieder mehr Normalität, Handel und Öffnungen gibt und dass es den Menschen ermöglicht wird, Familienangehörige, aber auch Freunde zu besuchen. Auch die Geschäftswelt in den vier Provinzen nahm die Meldung mit großer Erleichterung auf.

Keine Neuigkeiten zur Öffnung der maritimen Provinzen für den Rest von Kanada

Mit Stand von Donnerstag dieser Woche gab es in Nova Scotia 17 aktive COVID-19 Fälle, in Newfoundland & Labrador 34, in New Brunswick 48 und auf Prince Edward Island vier aktive Fälle.

Es bleibt bei der Regelung, dass Personen, die nicht aus den vier maritimen Provinzen einreisen, sich weiterhin 14 Tage lange selbst isolieren müssen. Ian Rankin, Premierminister von Nova Scotia sagte, das man mit der Wiedereröffnung der atlantischen Provinzen für den Rest Kanadas noch abwarten müsse, bis noch mehr Menschen im ganzen Land geimpft sind. “Ich glaube nicht, dass wir schon so weit sind”, sagte er.

Corona Virus Impfung - Graphik Elf-Moondance / Pixabay
Corona Virus Impfung – Graphik Elf-Moondance / Pixabay

USA schicken Millionen AstraZeneca-Impfdosen nach Mexiko und Kanada

2,5 Millionen der Dosen des in den USA derzeit noch nicht zugelassenen AstraZeneca-Impfstoff gehen nach Mexiko, 1,5 Millionen nach Kanada. In beiden Ländern ist die Verwendung des Impfstoffes ohne Auflagen möglich.

US-Präsident Joe Biden betonte, dass es Sicherheit gegen das Corona Virus nur geben kann, wenn auch die Nachbarländer der USA durchgeimpft seien. Die an die beiden Länder übergebenen Impfdosen wurden in dem Statement als “Leihgaben” bezeichnet.


Corona Updates 15. März 2021

Kanada’s langer Weg aus der Corona-Pandemie-Krise

Die Auswirkungen der Corona-Krise hat die kanadische Tourismusindustrie massiv getroffen, massiver als die Auswirkungen von 9/11, dem Ausbruch von SARS und der globalen Finanzkrise ab 2008.

Wie eine aktuelle Studie zeigt, wird der Tourismus in Kanada einen weiten Weg gehen müssen, um zurück zu alter Stärke zu kommen. “Der Tourismus hat Auswirkungen auf viele andere Bereiche unserer Gesellschaft und die Lebensqualität als Kanadier”, sagt Marsha Walden, Präsidentin und Geschäftsführerin von Destination Canada, “denn der Tourismus ist eine der wenigen Industrien, vielleicht sogar die einzige, die in jeder Ecke des Landes zu finden ist.”

Speziell auf den Tourismus bezogen, ist die Zahl “aktiver” Unternehmen, diejenigen die in Betrieb sind und Mitarbeiter haben, um neun Prozent gesunken. Ungefähr 500.000 Menschen haben im Jahr 2020 in der Tourismusbranche ihren Job verloren.

Auch die Hotelbranche verzeichnet riesige Verluste in einer Summe von 2,3 Milliarden Dollar alleine in den Städten Montreal, Toronto und Vancouver, was einem Umsatzverlust von 79 Prozent entspricht.

Diese Zahlen sind auch der Grund, warum Destination Canada und andere Institutionen dazu aufrufen, dass Kanadier, sobald dies wieder möglich ist, ihren Urlaub im Inland verbringen und damit internationale Reisepläne verschieben. Ohne Inlandsreisetätigkeit der Kanadier wird es mindesten fünf Jahre dauern, bis die Tourismusbranche das Vor-Pandemie-Niveau wieder erreicht.

Würden nur zwei Drittel der Ausgaben der Kanadier für Auslandsreisen im Jahr 2019 in den Jahren 2021 und 2022 in Inlandsreisen investiert, würde dies einen Ausgleich des 2020 Defizits von 19,4 Milliarden Dollar und den Erhalt von 150.000 Arbeitsplätzen bedeuten.

Nach wie vor sind touristische Reisen aus dem Ausland nach Kanada nicht möglich, die internationale Grenze zu den USA bleibt nach wie vor bis mindestens 21. April 2021 geschlossen.

Spannend werden die Reaktionen der Bundesregierung und der Regierungen der Provinz British Columbia und des Yukon sein, nachdem der US-Bundesstaat Alaska angekündigt hat, bis zum Sommer 2021 durchzuimpfen und den Bundesstaat für den Sommerurlaub zu öffnen.

Eine graphische Übersicht zu Covid-19, den Auswirkungen und den Erholungen in den Provinzen und Territoren. Graphic Canada.ca
Eine graphische Übersicht zu Covid-19, den Auswirkungen und den Erholungen in den Provinzen und Territoren. Graphic Canada.ca

Die aktuelle Situation in Kanada – Corona Verläufe und Impfungen

In Kanada selbst stellt sich die Situation (Stand 14. März 2021) wie folgt dar: bisher wurden 25.881.400 Menschen auf das Corona-Virus getestet, 909.157 Menschen davon positiv. Derzeit sind 31.674 am Virus erkrankt, 855.020 gelten als genesen. Verstorben an der Virus-Erkrankung sind 22.463 Menschen. Die Zahlen der letzten Wochen zeigen eine weiter rückläufige Tendenz.

Stand vergangenen Sonntag wurden in Kanada mehr als 3.026.665 Dosen der zugelassenen Impfstoffe gegen COVID-19 verabreicht. Insgesamt wurden 3.982.220 Dosen des COVID-19-Impfstoffs (einschließlich Moderna, Pfizer-BioNTech und AstraZeneca) zur Verabreichung an die Provinzen geliefert. Bis zum vergangenen Sonntag wurden 76,0 % der an die Provinzen gelieferten Dosen verabreicht.

Verabreichte Impfstoffdosen in Kanada, aufgeteilt nach Provinzen und Territorien.
Verabreichte Impfstoffdosen in Kanada, aufgeteilt nach Provinzen und Territorien.

Die Impfstoffe von Pfizer-BioNTech, Moderna und AstraZeneca benötigen zwei Dosen im Abstand von einigen Wochen, um ihre volle Wirksamkeit zu entfalten. Daher berichten wir sowohl die Gesamtzahl der verabreichten Dosen als auch die Gesamtzahl der Kanadier, die vollständig geimpft wurden. Bis heute haben mehr als 2.431.332 Kanadier mindestens eine Dosis eines zugelassenen COVID-19-Impfstoffs erhalten. 595.333 Kanadier sind vollständig gegen COVID-19 geimpft, da sie beide erforderlichen Dosen erhalten haben.

Information und Graphik covid19tracker.ca


Corona Updates 23. Februar 2021

Corona Virus – Kanada hält die Grenzen für den Internationalen Reiseverkehr bis 21. April geschlossen

Die kanadische Regierung hat die Anordnung der Schließung der Grenzen für den Internationalen Reiseverkehr bis einschließlich 21. April 2021 verlängert. Somit ist es weiterhin nicht möglich, zu touristischen Zwecken nach Kanada einzureisen.

Nach wie vor fordert die kanadische Regierung auch alle Kanadier auf, auf nicht notwendige Reisen ins Ausland oder innerhalb des Landes zu verzichten.

Aktuell müssen alle Reisende, die auf dem Luftweg nach Kanada kommen, zum Beispiel Geschäftsreisende, aber auch alle Kanadier, für drei Tage in ein von der Regierung authorisiertes Hotel in Quarantäne, um dort auf das Ergebnis des zweiten Corona Tests abzuwarten, der verpflichtend zu erfolgen hat.

Die von der Regierung zertifierten Hotels befinden sich in den Städten Calgary (Alberta), Vancouver (British Columbia), Toronto (Ontario) und Montreal (Québec).

Folgende Hotels sind derzeit (Stand 23. Februar 2021) als Quarantäne-Hotels zertifiert:

Alberta: Calgary International Airport (YYC)

  • Acclaim Hotel
  • Calgary Airport Marriott In-Terminal Hotel

British Columbia: Vancouver International Airport (YVR)

  • Days Inn by Wyndham
  • Fairmont Vancouver Airport
  • Four Points by Sheraton Vancouver Airport Hotel
  • Radisson Vancouver Airport
  • Westin Wall Centre Vancouver Airport

Ontario: Toronto Pearson Airport (YYZ)

  • Alt Hotel Pearson Airport
  • Fairfield Inn and Suites Toronto Airport
  • Four Points by Sheraton Toronto Airport
  • Holiday Inn Toronto International Airport
  • Sheraton Gateway Hotel in Toronto International Airport
  • Sheraton Toronto Airport Hotel and Conference Centre

Quebec: Montréal-Pierre Elliott Trudeau International Airport (YUL)

  • Aloft Montreal Airport
  • Baymont by Wyndham Montreal Airport
  • Crowne Plaza Montreal Airport
  • Holiday Inn Express and Suites Montreal Airport
  • Montreal Airport Marriott In-Terminal

Die kanadische Regierung weist in ihren Pressetexten zu den Einreisebestimmungen während der Corona-Pandemie auch nachdrücklich darauf hin, dass seit November 2020 alle Einreisenden verpflichtet sind, die ArriveCAN-App herunterzuladen und vor, bei und nach der Einreise zu benutzen.

Die aktuelle Situation in Kanada

In Kanada selbst stellt sich die Situation (Stand 22. Februar 2021) wie folgt dar: bisher wurden 23.799.411 Menschen auf das Corona-Virus getestet, 849.517 Menschen davon positiv. Derzeit sind 31.164 am Virus erkrankt, 796.630 gelten als genesen. Verstorben an der Virus-Erkrankung sind 21.723 Menschen. Die Zahlen der letzten Wochen zeigen eine weiter rückläufige Tendenz.


Corona Updates 5. Februar 2021

Corona Virus – Kanada verbannt weiterhin Kreuzfahrtschiffe und Schiffe mit mehr als 100 touristischen Passagieren aus seinen Gewässern

Mit Urlaub in Kanada im Jahr 2021 wird es nichts werden!

Angesichts der Entwicklung der Corona-Pandemie in Kanada hat die Regierung eine weitere Restriktion im touristischen Bereich bekannt gegeben. Wie Verkehrsminister Omar Alghabra am gestrigen Donnerstag mitteilte, dürfe Kreuzfahrt- und Touristenschiffe mit mehr als 100 Passagieren bis einschließlich 28. Februar 2022 nicht in kanadischen Gewässern operieren.

Die kanadische Regierung sieht in den Menschenmassen, die aus Kreuzfahrtschiffen auf das Festland gelangen ein Risiko für das kanadische Gesundheitssystem, weshalb das Anlege- und Operationsverbot in kanadischen Gewässern weiterhin gilt.

Das Verbot trifft die kanadische Kreuzfahrt-Branche insbesondere in New Brunswick und Nova Scotia, aber auch an der Westküste Kanadas hart. Das zweite Jahr in Folge wird touristische Zweig keinerlei Umsätze generieren. Dies kommt für die Branche zwar nicht ganz unerwartet, ist aber für die Unternehmen und deren Mitarbeiter:innen ein schwerer Schlag.

In einigen Häfen wurden mit Blick auf das mögliche Wiederanfahren der Kreuzfahrten viele kanadische Dollar investiert, Baumaßnahmen angeschoben. So werden im Hafen von Saint John 200 Millionen CAD (ca. 130.335.000 Euro) für bauliche Veränderungen ausgegeben. Trotz der Verlängerung des Operationsverbotes gibt man sich beim Port Saint John optimistisch.

Optimismus in schwieriger Lage zeigt auch der Hafen von Halifax. Auch hier steht man für ein sofortiges Anfahren der Kreuzfahrtunternehmungen bei einer Veränderung der Corona Situation parat.

Vom Betätigungsverbot sind auch Sport- und Angelboote, oder kleinere Schiffe betroffen, die mehr als 12 Personen transportieren und die in arktische Gewässer einfahren. Dies ist und bleibt ebenfalls weiterhin verboten. Ausnahmen gelten für die lokale Bevölkerung für die Eigenversorgung, die Jagd und die Ernte.

Verkehrsminister Omar Alghabra betonte in seiner Mitteilung, dass wenn es die Situation zulässt, zeitnah Änderungen bei den Anordnungen geprüft werden. Verstöße gegen die Anordnungen und Auflagen werden mit harten Geldstrafen geahndet.

Ein Verstoß gegen das Verbot für Sportboote in arktischen Küstengewässern zieht eine Geldstrafe von 5.000 $ pro Tag für Einzelpersonen und 25.000 $ pro Tag für Gruppen oder Unternehmen nach sich.

Ein Verstoß gegen das Verbot für Kreuzfahrtschiffe kann bei Verurteilung zu Geldstrafen von bis zu $1 Million oder zu einer Freiheitsstrafe von bis zu 18 Monaten führen.

Die aktuelle Situation in Kanada

In Kanada selbst stellt sich die Situation (Stand 4. Februar 2021) wie folgt dar: bisher wurden 21.920.909 Menschen auf das Corona-Virus getestet, 793.734 Menschen davon positiv. Derzeit sind 47.714 (Stand 24.01.21 64.573) am Virus erkrankt, 725.507 gelten als genesen. Verstorben an der Virus-Erkrankung sind 20.513 Menschen. Die Zahl der aktuell erkrankten Menschen ist somit weiter zurückgegangen, die Gesamtlage scheint sich weiter zu entspannen.


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Alfred Pradel (apr), arbeitet seit vielen Jahren als Freier Journalist für Tageszeitungen, Magazine und andere Publikationen. Seit vielen Jahren ist der Kanada eng und freundschaftlich durch viele persönliche Kontakte verbunden. Alfred Pradel ist Chefredakteur und betrachtet auf Faszination Kanada den Tourismus, den Lifestyle im zweitgrößten Land der Erde, aber auch wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Themen.

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