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Macarons – ein Franzose erobert Kanada

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Das feine Baisergebäck aus Mandelmehl in seinen knallbunten Farben erfreut sich großer Beliebtheit

Es ist das Kultgebäck des 21. Jahrhunderts, süss, knallbunt und mit verschiedenen Füllungen eine kulinarische Offenbarung. Die Rede ist von den Macarons, dem französischen Baisergebäck aus Mandelmehl. Eigentlich keine neue Erfindung, denn die Herkunft der süssen Backware in Frankreich geht bis ins Mittelalter zurück. Vermutlich ist das Macaron jedoch im 9. Jahrhundert mit den Arabern nach Europa gekommen. Die Entstehung, oder zumindest das Weiterentwickeln des Gebäcks in französischen Klöstern ist ebenfalls eine Version der Geschichte der Macarons.

Macarons, zum Nachmittagstee gereicht, eine wahre Leckerei.
Macarons, zum Nachmittagstee gereicht, eine wahre Leckerei.

Die Formen der Macarons sind bis heute verschieden, die Doppelscheibe mit Füllung in der Mitte ist jedoch die Favoritin der Naschkatzen von heute. Die Vielfalt an Farben und Füllungen ist groß, jedoch ist die Qualität der Zutaten ausschlaggebend für die Qualität und den Geschmack des fertigen Produktes. Der Baiser für die Macarons wird aus Eiweiß, feinem Puderzucker und sehr fein gemahlenen und gesiebten Mandeln hergestellt und mit Lebensmittelfarben auf Pflanzenbasis gefärbt. Die Böden werden mit einem Durchmesser von drei bis fünf Zentimetern aufgespritzt und so gebacken, dass unter einer hauchdünnen Kruste ein weiches, luftiges und zartes sowie feuchtes und zart-cremiges Gebäck entsteht.

Die Macarons schmecken mit vielen Füllungen

Gefüllt werden die leckeren Macarons mit Buttercreme, Ganache oder Konfitüren in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Die Ganache kann ebenfalls mit löslichem Kaffee, Mokka, Weinbrand, Whisky, Rum, Kirschwasser oder Vanille verfeinert und geschmacklich verändert werden. Diese kommen vor dem Homogenisieren in die Masse, kandierte Früchte, Krokant oder zerkleinerte Nüsse danach. Die Füllung wird mit einem Dressiersack auf das untere Teil gespritzt, dann wird das obere Teil vorsichtig draufgesetzt und beide Teile zusammengedrückt. Nichts für Grobmotoriker.

Wer kann da Widerstehen? Macarons, gefüllt mit einer köstlichen Ganache.Wer kann da Widerstehen? Macarons, gefüllt mit einer köstlichen Ganache.
Wer kann da Widerstehen? Macarons, gefüllt mit einer köstlichen Ganache.

Nicht zu verwechseln sind die Macarons mit den Makronen, die ebenfalls aus Eischnee und Mandelmehl hergestellt werden. Allerdings ist das Mandelmehl grober und der Masse wird noch Butter hinzugefügt. Makronen sind viel leichter herzustellen als die Macarons, die Nachlässigkeiten bei der Zutatenmenge, der Backtemperatur und Backdauer sowie der Ruhezeiten der Masse und des Gebäcks nicht verzeihen. Auch ist das Macaron kein Gebäck, das lange aufbewahrt werden kann. Bereits nach drei bis vier Tagen gehen geschmackliche Einbußen mit dem Hartwerden einher.

Die Macarons haben als historisches Gebäck in modernem Gewand und Verpackung einen wahren Siegeszug angetreten. Auch in Kanada sind die kunterbunten Baisers mit Füllung sehr beliebt. Aber sie sollten aus einer guten Konditorei kommen, nicht vom Discounter oder Fast-Food-Riesen. Und, man sollte sie unbedingt frisch genießen.

Author

Alfred Pradel (apr), arbeitet seit vielen Jahren als Freier Journalist für Tageszeitungen, Magazine und andere Publikationen. Seit vielen Jahren ist der Kanada eng und freundschaftlich durch viele persönliche Kontakte verbunden. Alfred Pradel ist Chefredakteur und betrachtet auf Faszination Kanada den Tourismus, den Lifestyle im zweitgrößten Land der Erde, aber auch wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Themen.

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