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Fische, Eisberge und Wikinger: Entdeckungen in Newfoundland

Von Sabine Herrmann Mitternacht, Nebel, 5 Grad. Die bucklige Straße ist von schmalen viktorianischen Häusern gesäumt. Die Eingänge sind mit Säulen und Laternen geschmückt, manche Erker sind dezent erleuchtet. Das Wasser im Hafenbecken schimmert matt. In der Ferne tutet ein Nebelhorn. England im November? – Falsch! Es ist Juni, es ist Kanada, es ist St. John’s in Newfoundland! Der Flug von Calgary in Kanadas Westen bis St. John’s dauert sechs Stunden. In dieser Zeit würde man auch von St. John’s nach Frankfurt kommen. Ich bin aber immer noch in Kanada, in seiner östlichsten Provinz Newfoundland. Die Uhr musste dreieinhalb Stunden vorgerückt werden, Betonung auf „einhalb“! Den Älteren wird Newfoundland aus zwei Gründen in Erinnerung sein. Erstens wegen des Flughafens in Gander. In den dreißiger Jahren erbaut, war er der östlichste Flughafen auf dem amerikanischen Kontinent. Bis hierhin schafften es die Linienflugzeuge von Shannon Airport im Westen Irlands. Seit den späten fünfziger Jahren wurden Passagiermaschinen mit größerer Reichweite entwickelt – die Zwischenlandung in Gander wurde überflüssig. Nach den Anschlägen vom 11. Sept. 2001 kam der Flughafen Gander noch einmal in die Schlagzeilen: Als die USA ihren Luftraum schlossen, wurden zahlreiche Flugzeuge dorthin umgeleitet – und die gastfreundlichen Einheimischen nahmen die gestrandeten Passagiere ohne Umschweife bei sich zu Hause auf Mehr dazu lesen Sie in der Ausgabe 1/2014 des Magazins 360° Kanada. Link: http://www.360grad-kanada.de/inhalt (öffnet in neuem Tab)

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