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Montreal: Die 10 wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Reisetipps

Die 10 wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Montreal mit Eintrittspreisen in CAD, Metro-Stationen, Anreise vom Flughafen und der besten Reisezeit.

Skyline von Montreal am St.-Lorenz-Strom

Montreal ist mit rund 1,8 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Kanadas und die größte französischsprachige Stadt Nordamerikas. Sie liegt auf einer Insel im St.-Lorenz-Strom, mitten in der Provinz Québec. Mit Englisch kommen Sie überall gut zurecht, ein freundliches „Bonjour“ beim Betreten eines Geschäfts wird aber gern gehört.

Hier sind die zehn Orte, die Sie bei einem ersten Besuch sehen sollten, mit Eintrittspreisen und der passenden Metro-Station. Die Preise sind in kanadischen Dollar (CAD) angegeben, Stand Oktober 2026.

Anreise und Unterwegs in Montreal

Der Flughafen Montréal-Trudeau (YUL) liegt rund 20 Kilometer westlich der Innenstadt. Direktflüge gibt es unter anderem ab Frankfurt, München und Zürich. In die Stadt fährt rund um die Uhr der Expressbus 747. Das Ticket kostet 11,25 CAD, wird im Bus nur passend in Münzen angenommen und gilt danach 24 Stunden für alle Busse und die Metro im Stadtgebiet.

Für einen Städteurlaub brauchen Sie kein Auto. Die Metro verbindet fast alle Sehenswürdigkeiten, die Altstadt erkunden Sie am besten zu Fuß. Ein Mietwagen lohnt sich erst für Ausflüge, etwa nach Québec City (rund drei Stunden) oder in die Laurentides.

Beste Reisezeit

Von Mai bis Oktober ist Montreal am angenehmsten. Ende Juni und Anfang Juli findet das Internationale Jazzfestival statt, viele Konzerte sind kostenlos. Ende September und im Oktober färben sich die Wälder am Mont Royal. Die Winter sind lang und kalt, dafür gibt es Festivals wie Montréal en Lumière im Februar und das unterirdische Wegenetz der Innenstadt, in dem Sie weite Strecken ohne Mantel zurücklegen. Mehr dazu im Artikel Montreal im Winter: In den Untergrund.

1. Basilika Notre-Dame de Montréal

Basilika Notre-Dame de Montréal
Basilika Notre-Dame de Montréal.

Die römisch-katholische Basilika in der Altstadt entstand von 1824 bis 1829 im neugotischen Stil. Bei ihrer Fertigstellung war sie die größte Kirche Nordamerikas nördlich von Mexiko. Der Architekt James O’Donnell war irischer Protestant, trat kurz vor seinem Tod zum Katholizismus über und ist als Einziger in der Krypta begraben. Papst Johannes Paul II. erhob die Kirche 1982 zur Basilica minor. Über dem Eingang steht die große Orgel von Casavant Frères aus dem Jahr 1891.

Die Basilika ist montags bis samstags von 9 bis 16 Uhr und sonntags von 12.30 bis 16 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 16 CAD für Erwachsene und 10 CAD für Kinder von 6 bis 16 Jahren. Am Abend zeigt die Licht- und Musikshow AURA den Innenraum in neuem Licht (37 CAD). Metro: Place-d’Armes. Ausführlich stellen wir die Kirche im Artikel Notre-Dame Basilica of Montréal vor.

2. Altstadt und Alter Hafen

Rue de la Commune in der Altstadt von Montreal
Rue de la Commune, Old Montreal. Foto Tourisme Montréal/Diane Charron

Vieux-Montréal ist der älteste Teil der Stadt. 1642 gründeten französische Siedler hier Fort Ville-Marie, aus dem später Montreal wurde. Viele Steinhäuser stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert, weil die früheren Holzbauten mehrfach abbrannten. Entlang der Rue Saint-Jacques entstand im 19. Jahrhundert das Finanzzentrum Kanadas mit Banken und Börse.

Nach Jahrzehnten des Verfalls wurde die Altstadt ab den 1960er Jahren saniert. Heute reihen sich in der Rue Saint-Paul und am Place Jacques-Cartier Restaurants, Galerien und Boutiquen aneinander. Am Alten Hafen (Vieux-Port) können Sie am Wasser spazieren, Riesenrad fahren oder eine Bootstour auf dem St.-Lorenz-Strom machen. Am Champ-de-Mars sind Reste der alten Stadtmauer zu sehen. Metro: Place-d’Armes oder Champ-de-Mars.

Geführte Rundgänge durch die Altstadt, Food-Touren und Bootsfahrten gibt es bei GetYourGuide.

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3. Marché Bonsecours

Marché Bonsecours mit Kuppel
Marché Bonsecours.

Das lange Gebäude mit der silbernen Kuppel am Rand der Altstadt wurde ab 1844 gebaut. Es war Markthalle, kurzzeitig Sitz des Parlaments der Provinz Kanada und später Rathaus. Seit 1984 ist es National Historic Site. Heute verkaufen 15 Boutiquen Kunsthandwerk, Mode, Schmuck und Design aus Québec, dazu kommen Restaurants mit Terrassen.

Geöffnet ist täglich ab 10 Uhr, je nach Wochentag bis 18 oder 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Metro: Champ-de-Mars.

4. Quartier des Spectacles und Place des Festivals

Festival Montréal en Lumière im Quartier des Spectacles
Montréal en Lumière. Foto: Frédérique Ménard-Aubin

Das Kulturviertel rund um die Place des Arts war im 19. Jahrhundert ein Vergnügungsviertel mit Theatern und Kabaretts. Heute stehen hier Konzertsäle, Theater und mehrere große Plätze. Auf der Place des Festivals finden das Jazzfestival, die Francos de Montréal und im Winter Montréal en Lumière statt. Im Sommer gibt es Wasserspiele, abends werden Fassaden mit Licht bespielt. Metro: Place-des-Arts.

5. Mont Royal

Kreuz auf dem Mont Royal in Montreal
Mont-Royal-Kreuz. Foto Mbruxelle/Bigstock

Der Hausberg hat der Stadt ihren Namen gegeben. Der höchste Gipfel ist 233 Meter hoch. Den Park auf dem Berg hat Frederick Law Olmsted gestaltet, der auch den Central Park in New York entworfen hat. Vom Aussichtspunkt Kondiaronk am Chalet du Mont-Royal sehen Sie über die Hochhäuser der Innenstadt bis zum St.-Lorenz-Strom. Das stählerne Kreuz auf dem Gipfel stammt von 1924 und ist nachts beleuchtet.

Zu Fuß führt ein Weg mit vielen Treppen vom Ende der Rue Peel in etwa 30 Minuten hinauf. Bequemer ist der Bus 11 bis zum Parkplatz am Lac aux Castors. Der Park ist kostenlos und auch im Winter schön, siehe Winter im Parc du Mont-Royal.

6. Oratoire Saint-Joseph

Oratoire Saint-Joseph am Mont Royal
Saint Joseph's Oratory.

Die Basilika am Nordwesthang des Mont Royal ist die größte Kirche Kanadas. Gebaut wurde sie von 1924 bis 1967, ihre Kuppel ist schon von weitem zu sehen. Sie ist dem heiligen Josef geweiht und ein bedeutender Wallfahrtsort. Viele Pilger steigen die Mitteltreppe auf Knien hinauf. Im Inneren steht eine große Orgel, die Rudolf von Beckerath aus Hamburg Ende der 1950er Jahre gebaut hat.

Die Basilika ist täglich von 6.30 bis 21 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Das kleine Museum kostet Eintritt. Parken kostet je nach Dauer 3,75 bis 25 CAD. Metro: Côte-des-Neiges.

7. Musée des beaux-arts de Montréal

Musée des beaux-arts de Montréal an der Rue Sherbrooke
Musée des beaux-arts de Montréal/The Montreal Museum of Fine Arts. Foto Alice Gao

Das Kunstmuseum an der Rue Sherbrooke wurde 1860 gegründet und ist eines der ältesten Kanadas. Die Sammlung umfasst fast 47.000 Werke von der Antike bis zur Gegenwart und verteilt sich auf fünf Pavillons. Ein Schwerpunkt ist kanadische und québecer Kunst.

Der Eintritt kostet online 30 CAD, mit der großen Sonderausstellung 32 CAD. Wer 25 Jahre oder jünger ist, zahlt nichts. Ein Ticket brauchen aber alle Besucher, am besten vorab online. Metro: Guy-Concordia.

8. Botanischer Garten und Insektarium

Botanischer Garten Montreal
Botanischer Garten Montreal.

Der Jardin botanique gegenüber dem Olympiastadion ist 75 Hektar groß und zeigt rund 22.000 Pflanzenarten in Themengärten und Gewächshäusern. Besonders bekannt sind der Japanische Garten (1988), der Chinesische Garten (1991) und der Garten der First Nations. Seit 2008 ist der Garten National Historic Site. Auf dem Gelände liegt auch das Insektarium.

Der Garten gehört zu Espace pour la vie, dem Verbund der städtischen Naturmuseen, zu dem auch Biodôme, Planetarium und Biosphère gehören. Eintritt und Öffnungszeiten ändern sich mit der Saison. Aktuelle Preise finden Sie auf espacepourlavie.ca (öffnet in neuem Tab). Metro: Pie-IX.

9. Biosphère

Biosphère auf der Île Sainte-Hélène
Biosphère Montreal.

Die geodätische Kugel auf der Île Sainte-Hélène war 1967 der Pavillon der USA auf der Weltausstellung. Sie hat 76 Meter Durchmesser und ist 62 Meter hoch. 1976 brannte die Acrylhülle ab, das Stahlgerüst blieb stehen. Seit den 1990er Jahren ist darin ein Museum untergebracht, das sich heute mit Umwelt und Klima beschäftigt. Seit 2021 betreibt die Stadt Montreal das Haus als Teil von Espace pour la vie. Rund um die Biosphère liegt der Parc Jean-Drapeau mit Wegen am Wasser und Blick auf die Skyline. Metro: Jean-Drapeau.

10. Marché Jean-Talon

Marché Jean-Talon in Little Italy, Montreal
Jean-Talon Market, Montreal. Tourisme Montréal/Stephan Poulin

Der Markt in Little Italy wurde 1933 eröffnet und ist einer der größten offenen Märkte Nordamerikas. Hier verkaufen Bauern aus der Region Obst und Gemüse, daneben gibt es Bäckereien, Metzger, Fischhändler, Käse- und Feinkostläden. Im Sommer ist der Markt offen, von Oktober bis April werden die Gänge mit Wänden geschlossen.

Geöffnet ist ganzjährig, montags bis samstags von 8 bis 18 Uhr und sonntags von 8 bis 17 Uhr. Metro: Jean-Talon oder De Castelnau. Probieren Sie hier Ahornprodukte und Poutine.

Übersicht: Eintritt und Metro

SehenswürdigkeitEintritt (Erwachsene)Metro
Basilika Notre-Dame16 CADPlace-d’Armes
Altstadt und Alter HafenfreiPlace-d’Armes, Champ-de-Mars
Marché BonsecoursfreiChamp-de-Mars
Quartier des SpectaclesfreiPlace-des-Arts
Mont RoyalfreiBus 11
Oratoire Saint-Josephfrei (Museum kostenpflichtig)Côte-des-Neiges
Musée des beaux-arts30 CADGuy-Concordia
Botanischer Gartensiehe espacepourlavie.caPie-IX
Biosphèresiehe espacepourlavie.caJean-Drapeau
Marché Jean-TalonfreiJean-Talon

Übernachten in Montreal

Für einen ersten Besuch eignen sich drei Gegenden. In der Altstadt wohnen Sie in historischen Gebäuden, oft in kleinen Boutique-Hotels, und erreichen die meisten Sehenswürdigkeiten zu Fuß. In Downtown liegen die großen Hotels, die Einkaufsstraße Rue Sainte-Catherine und der Zugang zum unterirdischen Wegenetz. Das Plateau Mont-Royal ist ein Wohnviertel mit bunten Außentreppen, Cafés und kleineren Unterkünften.

Hotels in allen drei Vierteln finden Sie bei Booking.com.

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Häufige Fragen

Wie viele Tage sollte man für Montreal einplanen?

Für die Altstadt, den Mont Royal und zwei oder drei Museen reichen drei volle Tage. Mit einem Tagesausflug, etwa in die Laurentides, sind vier bis fünf Tage gut.

Spricht man in Montreal Französisch oder Englisch?

Amtssprache in Québec ist Französisch. In Montreal sprechen sehr viele Menschen beide Sprachen, in Hotels, Restaurants und Museen kommen Sie mit Englisch gut zurecht.

Wie kommt man vom Flughafen in die Innenstadt?

Mit dem Bus 747, der rund um die Uhr fährt. Das Ticket für 11,25 CAD gilt 24 Stunden für Bus und Metro. Ein Taxi kostet deutlich mehr.

Lohnt sich Montreal im Winter?

Ja, wenn Sie Kälte mögen. Es gibt Festivals, Eislaufen, den Park am Mont Royal im Schnee und das unterirdische Wegenetz. Planen Sie warme Kleidung ein, siehe unsere Packliste für Kanada.

Weitere Informationen zur Stadt finden Sie in unserem Stadtporträt Montreal.

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